Schloss Marchegg - Wo sich Könige und Storch treffen

Nach seinem Sieg gegen den Ungarnkönig Bela IV. in der Schlacht bei Groißenbrunn (1260), gründete König Ottokar II. Přemysl die Stadt Marchegg. Zur damaligen Zeit war es die größte geplante mittelalterliche Befestigungsanlage Niederösterreichs und wurde 1286 in einer Patronatsurkunde erstmals erwähnt. Herrschaftsbesitzer nach Ottokars Tod waren unter anderem der Habsburger Rudolf I., Feldherr Graf Niklas Salm und über Jahrhunderte hinweg das Fürstengeschlecht der Pálffys ab Erdöd.

Genutzt wurde es hauptsächlich als Jagdschloss und Sommersitz. Durch ihre Besitzer wurde die ursprüngliche Burg im Laufe der Jahrhunderte stetig umgestaltet. Graf Salm baute die Burg zu einem Wohnschloss um und sein heutiges äußeres Erscheinungsbild erhielt das Schloss durch die Pálffys um 1730, im Barock. Besitzer des Schlosses ist heute die Stadtgemeinde Marchegg. Am historischen Rundweg kann die Stadt mit ihren steinernen Zeugen bei einem Spaziergang erkundet werden.

 

Schloss Marchegg ist der Hauptaustragungsort der NÖ Landesausstellung 2022 in der Region Marchfeld.
Der Ausstellungsbetrieb pausiert bis Frühling 2022 aufgrund von Renovierungsarbeiten!

www.schloss.marchegg.at

 

Naturjuwel March-Auen – Brutplatz für Meister Adebar

Die ehemaligen Jagdgründe rund um das Schloss sind seit 50 Jahren ausgewiesenes Naturschutzgebiet (auch Auenreservat genannt), welches vom WWF betreut wird.

Das ca. 1200 ha große Auenreservat beherbergt ein Naturjuwel der besonderen Art: Neben der beeindruckenden Auenlandschaft rund um den Tieflandfluss March, mit seiner einzigartigen Vielfalt an Fauna und Flora, liegt hier auch Mitteleuropas größte auf Bäumen brütende Weißstorch-Kolonie. Ende März finden sich bis zu 50 Paare in Marchegg ein, um in den alten Baumbeständen zu brüten und ihren Nachwuchs großzuziehen. Mitte August ziehen die Störche wieder ins südliche Afrika, wo sie überwintern.

Das Auenreservat ist Naturschutzgebiet und eine wildlebende Konik-Pferdeherde hat hier ihr Weidegebiet. Ausgewiesene Wanderwege und Aussichtsplattformen laden zu einem Spaziergang ein, um die Natur zu beobachten.

Tipp: Storchenhaus und Heimatmuseum im Schlosspark

Direkt im Schlosspark liegt das Heimatmuseum Marchegg. BesucherInnen können hier das Flair des ländlichen Kleinbürgerhauses zu Beginn des 20. Jahrhunderts spüren. Zudem bekommen Sie Einblicke in die industrielle und landwirtschaftliche Marchegger Vergangenheit als auch in die historische Entwicklung der Stadt. Das Heimatmuseum ist 2020 geschlossen.

Das Marchegger Storchenhaus ist das Informationszentrum für Naturtourismus in den unteren March-Auen, direkt am Eingang zum Schlosspark. Hier bekommen Sie einen genauen Einblick in das Leben der Störche und das Leben in der Au. Es werden geführte Touren mit geschulten ÖkopädagogInnen, sowie regionale Produkte der Partnerbetriebe angeboten.

Livecam im Storchenhaus: "live"-Einblick in einen Storchenhorst - den Störchen beim Brüten oder bei der Aufzucht der Jungen direkt zusehen!

Öffnungszeiten: Di-So (und feiertags) 9:30 bis 16:00 Uhr, bis 26. Oktober 2020

Infos: www.schloss.marchegg.at