Projektbeschreibung

Projektbeschreibung

Aufbauend auf die Ergebnisse eines Strategieworkshops mit der Tourismusberatung conos im April 2024 entwickelt das Marchfelder Schlösserreich ein innovatives und interaktives Besuchserlebnis in Form eines „Mystery Hunt Games“ bzw. „Escape Rooms“. Dieses neue Angebot soll in zwei Schlössern umgesetzt werden (Schloss Hof und Schloss Eckartsau) und verbindet auf spielerische Weise Geschichte, Rätsel und ein modernes Erlebnisformat.
In jedem Schloss entsteht ein einzigartiger Escape Room mit individueller Storyline, die inhaltlich auf die jeweilige Schlossgeschichte abgestimmt ist. Gleichzeitig sollen die beiden Spiele durch einen gemeinsamen roten Faden verbunden sein, sodass Besucher*innen motiviert werden, beide Standorte zu besuchen.
Ziel des Projekts ist es, neue Zielgruppen zu erschließen – insbesondere junge Erwachsene, aber auch Familien mit Kindern sowie Unternehmen im Bereich Teambuilding und Incentives. Durch das immersive und interaktive Spielformat wird ein niederschwelliger Zugang zu historischen Themen geschaffen und das Kulturerbe der Region zeitgemäß vermittelt und die Attraktivität der Region als Ganzes gestärkt.
Das Mystery Hunt Game bzw. der Escape Room trägt wesentlich zur strategischen Weiterentwicklung des Marchfelder Schlösserreichs bei: Es positioniert die Schlösser am wachsenden Markt für Erlebnistourismus und „Gamification“-Angebote im Kultursektor und erweitert das Besucherspektrum über die klassischen Zielgruppen hinaus. Darüber hinaus fördert es die Zusammenarbeit der Schlösser untereinander weiterhin und stärkt die regionale Identität.
Ab Anfang 2026 ist die Ausschreibung und Vergabe mit Unterstützung eines Rechtsanwaltes geplant und im Anschluss soll rasch mit der Konzeption und Umsetzung gestartet werden, damit die Umsetzung bis Ende 2027 abgeschlossen ist. Die Spiele sollen dauerhaft im Betrieb bleiben und regelmäßig aktualisiert werden, um nachhaltige Wirkung und Wiederbesuchswert sicherzustellen.

Geplante Maßnahmen dazu sind:

Arbeitspaket 1: Projektmanagement
Das Arbeitspaket „Projektmanagement“ umfasst die Planung, Organisation, Steuerung und Überwachung aller Aktivitäten im Rahmen des Projekts. Ziel ist es, das Projekt effektiv zu koordinieren, die termingerechte und kosteneffiziente Umsetzung sicherzustellen sowie alle Projektbeteiligten optimal zu führen und zu unterstützen.
Weitere Aufgaben sind die interne Kommunikation mit allen Projektpartnern, Projektcontrolling, Dokumentation und der Abschluss des Projektes.
Das Projektmanagement übernimmt Katharina Helmreich, MSc. Sie steht der ARGE Marchfelder Schlösser im Rahmen einer
Arbeitskräfteüberlassung durch die Österreichische Bundesforste AG zur Verfügung.
Arbeitspaket 2: Umsetzung Escape Room/Mystery Hunt
Die im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ausgewählte Agentur wird mit der ganzheitlichen Konzeption, Entwicklung und Umsetzung des Spiels beauftragt. Das Arbeitspaket umfasst sowohl kreative als auch technische Leistungen sowie die Bereitstellung der erforderlichen Materialien und Systeme.
Leistungsumfang:
Konzeptentwicklung: Erstellung eines umfassenden Spielkonzepts inkl. Storyline, Rätsel- und Aufgabenentwicklung, Gameflow-Design, Dekorations- und Szenografie-Konzept sowie detaillierter Ablauf- und Umsetzungsplan (für jedes Schloss individuell).
Digitale Lösungen: Entwicklung und Bereitstellung einer maßgeschneiderten Tablet-Software inkl. Softwareentwicklung, grafischem Design, Benutzeroberfläche und digitaler Rätsel-/Aufgabenelemente.
Design & Materialien: Gestaltung und Produktion aller erforderlichen Unterlagen sowie Beschaffung und Bereitstellung von Dekoration, Kulissen, Ausstattungselementen und haptischen Rätseln.
Technik & Systeme: Lieferung und Einrichtung der notwendigen Hardware, Software und technischer Systeme für den Betrieb des Spiels.
Arbeitspaket 3: Rechtliche Begleitung
Für die Umsetzung des Escape Room/Mystery Hunt (Aktivität 2) ist die Durchführung einer öffentlichen Ausschreibung erforderlich. Diese erfolgt im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens im Unterschwellenbereich und wird vergaberechtlich von einer spezialisierten Anwaltskanzlei begleitet. Ziel ist es, den gesamten Prozess rechtssicher zu gestalten, die Einhaltung der vergaberechtlichen Vorgaben zu gewährleisten und damit eine transparente sowie rechtlich einwandfreie Auftragsvergabe sicherzustellen.

Projektziel und Nutzen

Das Projekt „Marchfelder Schlösserreich Escape Room“ verfolgt mehrere strategische und operative Ziele, die sowohl touristische als auch kulturelle und wirtschaftliche Wirkung entfalten:
1.
Erschließung neuer Zielgruppen: Durch die spielerische, interaktive Gestaltung der Escape Rooms/Mystery Hunts werden vor allem junge Erwachsene (18–35 Jahre) angesprochen – eine Zielgruppe, die bislang nur begrenzt von den klassischen Vermittlungsangeboten der Schlösser erreicht wurde. Gleichzeitig sind die Spiele so konzipiert, dass sie auch für Familien mit Kindern sowie Unternehmen (für Incentives und Teambuilding) attraktiv sind. Damit entsteht ein generationenübergreifendes Angebot, das die Reichweite des Schlösserreichs deutlich erweitert.
2.
Steigerung der Besucherzahlen und Verweildauer: Die Verbindung der beiden Spiele über einen gemeinsamen roten Faden (sowie die Bewerbung aller Schlösser des Marchfelder Schlösserreichs an jedem Standort) motiviert die Besucher*innen, mehrere Schlösser des Marchfelder Schlösserreichs zu besuchen. Dies fördert nicht nur die Besucherzahlen pro Standort, sondern verlängert auch die Aufenthaltsdauer in der Region. Dadurch werden regionale Angebote in Gastronomie, Hotellerie und Freizeitwirtschaft stärker genutzt, was zu einer gesteigerten regionalen Wertschöpfung führt.
3.
Positionierung am Erlebnismarkt: Mit dem Mystery Hunt/Escape Room-Spiel etabliert sich das Schlösserreich als innovativer Kulturstandort, der zeitgemäße Vermittlungsformate nutzt und sich am stark wachsenden Markt für gamifizierte Erlebnisangebote (Escape Rooms, Mystery Hunt, Outdoor Games, Storytelling-Formate) positioniert. Gleichzeitig wird das Marchfelder Schlösserreich als attraktiver Ausflugs- und Erlebnisraum profiliert und seine Sichtbarkeit im Bereich Kultur- und Erlebnistourismus erhöht.
4.
Nachhaltige Regionalentwicklung und Kooperation: Das Projekt stärkt die Zusammenarbeit der beteiligten Schlösser und fördert den Wissenstransfer im Bereich digitaler und interaktiver Vermittlungsmethoden. Durch den inhaltlich verbindenden roten Faden wird der Netzwerkgedanke unterstrichen, und die Region wird als gemeinsamer Kulturraum erlebbar gemacht. Damit leistet das Projekt einen innovativen Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung.
5.
Erweiterung und Diversifizierung des Kulturangebots: Das Projekt ergänzt das bestehende kulturelle Programm durch ein dauerhaftes, niederschwelliges und generationenübergreifendes Angebot. Mit dem Mystery Hunt Game entsteht ein innovatives neues Format, das die Attraktivität des Marchfelder Schlösserreichs nachhaltig steigert und eine deutliche Attraktivierung aufgrund des neuen Angebots bewirkt. Die individuellen Geschichten der Schlösser werden in interaktive Erlebnisse übersetzt, wodurch das kulturelle Erbe auf moderne Weise vermittelt und die regionale Identität gestärkt wird. Regelmäßige inhaltliche Updates sichern die langfristige Attraktivität und fördern Wiederbesuche.
6.
Wirtschaftliche Effekte: Durch höhere Besucherfrequenz, längere Aufenthaltsdauer und attraktive Zusatzangebote (z. B. Gastronomie, Souvenirs, Pakete für Gruppen, Kooperation mit regionalen Anbietern) entstehen auch positive wirtschaftliche Impulse für die Region. Das neue Spielangebot trägt somit nicht nur zur Attraktivierung des Marchfelder Schlösserreichs bei, sondern unterstützt auch die nachhaltige Profilierung der Region als touristisches und kulturelles Ausflugsziel.

© Marchfelder Schlösserreich

Projektdetails

 

 

 

 

 

 

Projektträger ARGE Marchfelder Schlösserreich
Gesamtkosten (Anteil Region Marchfeld) € 220.940
Förderung (Anteil Region Marchfeld) € 88.376
Projektlaufzeit Februar 2026 – Dezember 2027
Fördersatz 40%
Aktionsfeld AF1 – Steigerung der Wertschöpfung
Beschlossen in der PAG-Sitzung am 9.2.2026