Der Druck auf sensible Ökosysteme durch Freizeitnutzung und Tourismus nimmt stetig zu, insbesondere in sensiblen Regionen, wie z.B. alpinen Ökosystemen, Auen und stadtnahen Naturräumen. Die dadurch entstehenden Konflikte zwischen Naturschutz und Tourismus sind
nur durch sorgfältige Planung auf Basis zielführend erhobener Daten zu lösen. Ziel ist die Minimierung negativer Einflüsse durch die Erholungsnutzung bei gleichzeitiger Maximierung des Naturerlebnisses und Sensibilisierung der BesucherInnen.
Durch die räumliche Nähe zu zwei europäischen Hauptstädten und ihre landschaftliche Schönheit werden Ökosysteme an der Donau und March verstärkt als Ausflugziele genutzt. Im Rahmen des Projektes „Ecovisit SKAT“ wurde im Naturraum zwischen Wien und Bratislava ein
Lenkungskonzept für die BesucherInnen erstellt werden, in das Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung mit einfließen. Dadurch soll das Verständnis für den Schutz der Naturräume im Marchfeld und der Region Bratislava gesteigert werden. In einem ersten Schritt wurden Daten zur Stärke des Besucheraufkommens an 18 Zählstellen aufgenommen, sowie BesucherInnen gezielt zu ihrem Hintergrund, der Nutzung der Schutzgebiete und ihren Wünschen und Anregungen befragt. Aufgrund dieser Wissensbasis wurde anschließend ein Konzept zur Besucherlenkung im Naturraum zwischen Wien und Bratislava erstellt.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Besucherbefragung und -zählung sowie den Leitfaden zur Besucherlenkung in Deutsch und Slowakisch:

 
Dieser Leitfaden wurde im Rahmen des Interreg-Projektes ​Ecovisit SKAT-Besucherbeteiligung in der Grenzregion zum Schutz der Biodiversität, kofinanziert aus dem Kooperationsprogramm INTERREG VI-A SK-AT, realisiert.​

Foto: Region Marchfeld | Alexander Ziegler